Kostenloses Werkzeug
Dein neuer
KI-Kollege
Plane deinen KI-Agenten so, wie du eine neue Kollegin einarbeiten würdest. Was ist ihr Job? Was darf sie allein entscheiden, wo fragt sie dich? Füll den Steckbrief aus — direkt hier, ohne Anmeldung. Am Ende nimmst du ihn als PDF mit, samt fertigem Prompt.
Kurz gesagt
Was ist überhaupt ein Agent?
Ein Chatbot antwortet, wenn du fragst. Ein Agent handelt: Er bekommt ein Ziel und arbeitet in einer Schleife — prüfen, entscheiden, handeln, wieder prüfen — bis das Ziel steht oder ein Mensch gefragt ist.
Der Unterschied liegt nicht in einem klügeren Modell, sondern im Drumherum: Ein Agent darf Werkzeuge benutzen — Postfach, Kalender, Dateien — und entscheidet selbst, wann er welches greift. Damit das gut geht, braucht er acht Bausteine. Genau die legst du gleich fest.
Die Anatomie
Woraus ein Agent besteht
Acht Bausteine machen aus einem Modell einen Kollegen. Klapp einen auf — im Steckbrief darunter legst du genau diese fest.
01JobWozu ist er da?
Als [Rolle] brauche ich [Agent], damit [Ziel] — das Mandat in einem Satz, nicht die Technik. Faustregel: Steht der Satz nicht, steht der Agent nicht.
02AuslöserWann wird er aktiv?
Neue Mail, Formular, feste Uhrzeit, Knopfdruck — der Startschuss. Entscheidet, ob du einen Chatbot oder einen Cron-Job baust. Faustregel: Kein Auslöser, kein Agent.
03AufgabenWas erledigt er konkret?
Lesen, einordnen, entwerfen, verschicken — die konkreten Handgriffe als Verben, nicht als Themen. Faustregel: Was du nicht als Tätigkeit aufschreiben kannst, kann er nicht tun.
04WerkzeugeWorauf darf er zugreifen?
Postfach, Kalender, CRM, Dateiablage — die Systeme, auf die er zugreifen darf. Faustregel: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
05WissenWas muss er kennen?
Leistungen, Preise, Tonfall, interne Regeln — das Wissen, das nicht im Modell steckt. Der Unterschied zwischen generisch und deins. Faustregel: Was ein neuer Mitarbeiter am ersten Tag bräuchte.
06ErgebnisWoran merkst du, dass er gut war?
Ein freigabefertiger Entwurf, ein sauber getaggter Eintrag — das prüfbare Resultat. Faustregel: Beschreib das fertige Ergebnis, nicht die gute Absicht.
07Grenzen & FreigabeWas darf er allein?
Reversibles darf er allein, Verbindliches braucht Freigabe — autonom heißt nicht unkontrolliert. Faustregel: Was du nicht zurücknehmen kannst, braucht einen Menschen davor.
08DatenrisikoWas, wenn es schiefgeht?
Kunden-, Gesundheits-, Zahlungsdaten — was durch ihn fließt. Das Risiko entsteht aus Wissen × Werkzeuge. Faustregel: Nicht „wie sensibel", sondern „was passiert, wenn er auf die falschen Daten losgeht".
Das kennst du schon
Nichts davon ist neu — du machst es bei jeder Einstellung
Niemand stellt jemanden ein und sagt „mach mal". Es gibt eine Stellenbeschreibung, Zugänge werden eingerichtet, jemand arbeitet ein, und es ist klar, wer was allein unterschreiben darf. Bei einem Agenten ist es dieselbe Liste — nur dass man sie dort gern überspringt und sich hinterher wundert.
Ein Unterschied bleibt, und der ist wichtig: Ein Mensch fragt nach, wenn die Stellenbeschreibung keinen Sinn ergibt. Ein Agent tut einfach, was dasteht. Deshalb ist der Steckbrief keine Fleißaufgabe — er ist die Stelle, an der du die Fehler findest, bevor sie passieren.
Der Steckbrief
Acht Felder. Eine Kollegin.
Alles live editierbar. Kein Login, keine Cloud — deine Eingaben bleiben in deinem Browser gespeichert.
Vom Plan zum Bau
Wo jedes Feld im Werkzeug landet
Der Steckbrief ist kein Papier für die Schublade — jedes Feld hat eine Entsprechung in der Werkbank. Hier am Beispiel n8n; in anderen Baukästen heißt es anders, aber die Bausteine sind dieselben.
Der wichtigste Satz für den ersten eigenen Agenten: Die Beschreibung am Werkzeug ist Teil des Prompts. Wer sie schlampig schreibt, bekommt ein Werkzeug, das zur falschen Zeit greift — und wundert sich über den Agenten statt über den Text.
Zum Mitnehmen
Steckbrief als PDF
Dein Steckbrief plus fertiger Prompt
Das PDF enthält alle acht Felder und den daraus gebauten Prompt — den kannst du direkt in Claude, ChatGPT oder deinen n8n-Agenten einsetzen. Teil ihn mit deinem Team, dann redet ihr über dasselbe Ding.
Weitermachen
Vom Steckbrief zum laufenden Agenten
Der Plan steht — jetzt kommt das Bauen. Und das hängt selten am Werkzeug, sondern daran, wer im Team weiß, wie man ein Modell präzise anleitet und Ergebnisse kritisch prüft. Genau das bildet Distart aus: die KI Prompt Engineering Weiterbildung, 100 % online, mit anerkanntem Arbeitsmarktzertifikat.
- Dauer
- 9 Wochen Vollzeit oder 18 Wochen Teilzeit
- Umfang
- 430 Unterrichtseinheiten, 100 % online
- Start
- flexibel, kein fester Starttermin
- Förderung
- bis zu 100 % über das Qualifizierungschancengesetz
Über das Qualifizierungschancengesetz übernimmt die Bundesagentur für Arbeit je nach Unternehmensgröße einen Großteil der Kosten — für die Weiterbildung und für das Arbeitsentgelt während der Qualifizierung. Im Erstgespräch klärt Distart mit euch, was für euch infrage kommt.
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